Über Seitenknick – von Büchern, Neugier und anderen Experimenten

Bücher begleiten mich schon, solange ich denken kann. Manche verschwinden nach dem Lesen ziemlich schnell wieder aus meinem Kopf. Andere bleiben wegen ihrer Figuren, ihrer Atmosphäre, einer verrückten Idee oder einfach deshalb, weil ich sie kaum aus der Hand legen konnte.

Genau diese Bücher bekommen hier ihren Seitenknick.

Seitenknick ist gerade tatsächlich Teil eines Experiments. Ich entwickle einen Online-Kurs rund um die Grundlagen der Sichtbarkeit bei Google und in KI-Systemen. Und weil ich darin nicht auf irgendwelchen hübschen PowerPoint-Folien erklären möchte, wie etwas theoretisch funktioniert, brauchte ich eine echte Website.

Eine Website, an der ich Dinge ausprobieren, Einstellungen vornehmen und zeigen kann, was dabei tatsächlich passiert. Aber eine erfundene Musterfirma fand ich ziemlich langweilig. Also musste ein Thema her, zu dem ich auch dann noch Lust habe, Inhalte zu erstellen, wenn gerade keine Kamera für meinen Kurs mitläuft.

Tja.

Willkommen bei Seitenknick.

Die Seite ist deshalb aktuell Testbühne für meine SEO-Produktentwicklung, aber gleichzeitig eine Spielwiese für meinen kreativen und ziemlich neugierigen Nerd-Kopf.

Und was daraus irgendwann einmal wird? Keine Ahnung. Genau das macht Experimentieren aus: man kann nie wirklich sagen, was am Ende rauskommt.

Ich bin Jahrgang 1971. Wenn mir als Kind langweilig war, konnte ich also weder zum Smartphone greifen noch mal eben durchs Internet verschwinden. Ich musste mir tatsächlich selbst überlegen, was ich mit meiner Zeit anfange.

Ja, das waren echt verrückte Zeiten.

Wahrscheinlich habe ich deshalb so ziemlich alles ausprobiert, was irgendwie mit Kreativität zu tun hatte. Und irgendwann griff ich als Teenager aus Langeweile dann auch in die Bücherregale meiner Eltern.

Dort standen u. a. jede Menge Abenteuer und Krimis.

Mein erstes richtig bewusst verschlungenes Buch war von Jules Verne. Damit war vermutlich der Grundstein dafür gelegt, dass bis heute ein kleiner Sci-Fi-Nerd in mir steckt.

Danach kamen die Geschichten von Arthur Conan Doyle. Okay, ich gebe es zu: Ich bin Sherlock-Fangirl.

Und damit war es endgültig passiert.

Abenteuer, Kriminalfälle, Geheimnisse, Hinweise, falsche Fährten und Geschichten, bei denen irgendetwas herausgefunden oder ein Rätsel gelöst werden muss – damit bekommt man mich bis heute ziemlich zuverlässig.

Auf Seitenknick möchte ich über Bücher schreiben, die ich tatsächlich gelesen habe und darüber, was von ihnen bei mir hängen geblieben ist. Nicht nach einer festen Rezensionsschablone und auch nicht mit dem Anspruch, ein Buch möglichst objektiv in seine Einzelteile zu zerlegen.

Mich interessiert viel mehr:

Was hat die Geschichte mit mir gemacht?

Welche Figuren sind mir im Kopf geblieben? Was hat mich überrascht? Was fand ich großartig und worüber habe ich mich vielleicht fürchterlich aufgeregt?

Und dann gibt es noch ein kleines Problem:

Ich bin neugierig. Wirklich neugierig.

Wenn ein Buch ein Thema aufmacht, bei dem mein Kopf anschließend weiterarbeitet, kann es deshalb gut passieren, dass aus einer Rezension irgendwann noch ein kleines Essay, eine Recherche oder irgendein anderer gedanklicher Ausflug entsteht.

Künstliche Intelligenz, Technik, gesellschaftliche Fragen, irgendein historisches Detail oder die dringende Frage, ob die Menschen in nordischen Krimis wirklich alle so wortkarg sind – wer weiß schon vorher, wo ich hängen bleibe?

Seitenknick darf deshalb im Moment beides sein: Testbühne für meine SEO-Produktentwicklung und Spielwiese für meinen kreativen Nerd-Kopf.

Hier kann ich ausprobieren, recherchieren, schreiben und ganz nebenbei eine Website entstehen lassen, die nicht nur für einen Online-Kurs existiert. Wie groß das Bücherregal am Ende wird und was außer Rezensionen noch darin landet, weiß ich selbst noch nicht.

Aber wahrscheinlich ist genau das der Grund, warum ich gerade ziemlich viel Lust darauf habe.

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